Anfangsschwierigkeiten … wenn es mit dem Stillen einfach nicht klappen will

Anfangsschwierigkeiten  … wenn es mit dem Stillen einfach nicht klappen will
Adrienne im Januar 2019

Stillen ist das Natürlichste der Welt…. dachte ich. Doch kaum war Adrienne auf der Welt, zeichnete sich ab, dass wir diesbezüglich einen schwierigen Weg vor uns haben werden. Bei den ersten Stillversuche war es ein kleiner Tittenspecht. Eigentlich eine typische Suchbewegung… doch will ihr das Andocken einfach nicht gelingen. Adrienne schreit. Ich bin frustriert. Wieso schaffen wir zwei das nicht?

Auf der Mutter-Kind-Station kennt man die Problematik, hat aber weder das Wissen, noch die Zeit, zu helfen. Es begann ein Marathon mit Stillversuchen, Abpumpen und Fläschchen geben. 

Ein Teilerfolg dank Stillhütchen

Obwohl wir das Ansetzen täglich mehrere Male übten, wollte das Stillen einfach nicht klappen. Nach ein paar Wochen versuchte ich  es – auf Anraten der Hebamme – mit einem Stillhütchen. Und siehe da: es klappte. Zum ersten Mal konnte ich meine Tochter stillen. 

Die einen Verfluchen sie ja, die Stillhütchen, für die anderen sind sie ein Segen. Für mich war es vor allem ein Anfang… die Vor- und Nachteile von Stillhütchen und wie man sie wieder entwöhnen kann, findet ihr im Artikel: „Stillhütchen – Fluch oder Segen„.

Nach und nach versuchte ich das Stillhütchen abzusetzen. Es gelang mal besser, mal schlechter. Und dann, endlich, nach 3,5 Monaten klappte das Stillen. Ohne Brusthütchen. Ich konnte es kaum glauben und war überglücklich.

Leider hielt das Glück nicht sehr lange. Bereits drei Wochen später entschloss ich mich schweren Herzens abzustillen. Wieso es dazu kam und wie es mir dabei erging, schreibe ich euch im Artikel: „Abstillen … oder ein kleiner Löwe brüllt die Brust an

Ich bereue es jetzt, im Nachhinein, nie eine Stillberaterin hinzugezogen zu haben. Irgendwie dachte ich immer, ich probiere noch diesen und jenen Tipp. Dann wird es schon klappen… irgendwann. Nur, dass dieses irgendwann nie wirklich kam. Vielleicht war aber auch noch ein gewisses Schamgefühl mitverantwortlich. Stillen ist doch etwas natürlich. Das müsste man als gute Mutter doch können. Bei den anderen Müttern sieht stillen immer so einfach aus.

Vorteile beim Flaschen geben:

So sehr ich mir das Stillen gewünscht habe, das Fläschchen geben hatte auch seine Vorteile:

  • Das Baby muss weniger häufig gefüttert werden, da es an der Flasche ohne grosse Kraftanstrengung grössere Mengen trinken kann. Es kann durchaus sein, dass ein Baby mithilfe des Shoppens nachts besser durchschläft. Als Adrienne tagsüber die abgepumpte Muttermilch bekam, genügte einen Shoppen alle vier Stunden. Beim Stillen steigerte sich die Häufigkeit auf alle zwei Stunden.
  • Man hat eine gute Kontrolle der Milchmenge. Es ist beruhigend zu wissen, dass das Baby genug trinkt. Allerdings muss man aufpassen, dass man das Baby nicht zum Trinken zwingt, wenn es mal nicht so hungrig ist.
  • Es kann auch mal der Papa oder eine andere Person das Neugeborene ernähren.
  • Die Frage, wo in der Öffentlichkeit man stillen kann, entfällt.

Zum Abpumpen entschied ich mich für die elektrische Milchpumpe von Philips Avent für zu Hause, für Unterwegs für die manuelle Handpumpe.

Auch Fläschchen geben ist Liebe

Was ich allen Müttern, welche nicht stillen können oder wollen, mit auf den Weg geben möchte: Von allen Seiten hört man, dass Stillen Liebe ist. Aber auch die Flasche geben ist Liebe. Und ich kann bestätigen: Abpumpen ist Liebe. Und wahrscheinlich auch die anstrengendste Form der Milchzufuhr.

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