Abstillen… oder ein kleiner Löwe brüllt die Brust an

Abstillen... oder ein kleiner Löwe brüllt die Brust an
Adrienne und ich im März 2019

Das mit dem Abstillen ist wohl so eine Sache. Viele Mütter planen für einige Monate voll zu stillen und dann nach und nach die Muttermilch durch einen Brei zu ersetzen. In der Theorie hört es sich grossartig an. Bei mir hat dies leider so nicht funktioniert. So wie es plötzlich mit dem Stillen klappte, so schnell war der ganze Zauber auch wieder vorbei. Genau zwei Monate nach dem „jetzt klappt es – Adrienne trinkt von der Brust“, wollte die kleine Maus nicht mehr. Wie ein kleiner Löwe schrie sie meine Brust an. Ja, wir sind so richtig in der Brustschimpfphase.

Manchmal habe ich mir ein Baby gewünscht, welches an der mütterlichen Brust seine Geborgenheit findet. Bei uns aber gestaltete sich das Stillen von Anfang an schwierig. Und exakt vier Monate nach der Geburt war es soweit: Adrienne verweigerte die Brust komplett und ich musste mir selbst eingestehen, dass es zum Stillen zwei braucht. Sie will bereits den ersten Schritt in die Unabhängigkeit gehen und – schweren Herzens – habe ich mich entschieden, diesen ersten Ablösungsprozess zuzulassen.

Adrienne erhielt vier Monate fast ausschliesslich Muttermilch. Jetzt stellen wir langsam um auf Aptamil. Klar, Muttermilch ist das Beste, was man seinem Kind geben kann, aber ein erneutes Abpumpen und shöppelen kommt für mich nicht in Frage. Die Zeit für das Abpumpen widme ich lieber meiner Tochter. Und die heutige Säuglingsmilch ist so hochwertig, dass ich diesbezüglich kein schlechtes Gewissen habe. 

Wie abstillen?

Damit es keinen Milchstau oder Brustentzündung gibt, empfiehlt sich das langsame abstillen. Am besten einfach nach und nach eine Stillmahlzeit durch einen Shoppen ersetzen. Zudem die Brust nicht mehr für die komplette Mahlzeit geben, sondern nur noch für die „Vorspeise“. Dadurch wird der Milchnachschub weniger angeregt und die Milchproduktion reduziert sich automatisch.

Da Adrienne gar nicht mehr an die Brust wollte, habe ich immer weniger Mahlzeiten und immer kleinere Mengen abgepumpt. Dazu habe ich literweise Pfefferminztee getrunken. Dieser wirkt hemmend auf die Milchproduktion. Fast noch besser als Pfefferminztee wirkt Salbeitee. Dieser ist aber leider so gar nicht mein Geschmack.

Um einen Milchstau vorzubeugen, kann man die Brust regelmässig sanft ausstreichen und kühlende Cold Hot Pads auflegen. 

Auch Fläschchen geben ist Liebe

Wie ich im Artikel „Anfangsschwierigkeiten … wenn es mit dem Stillen einfach nicht klappen will“ schon geschrieben habe, ist in meinen Augen auch Flaschen geben Liebe. Ich versuche auf die Bedürfnisse meiner Tochter einzugehen. Ich lasse sie nicht an meiner Brust weinen und Durst leiden, sondern schenke ihr meine volle Aufmerksamkeit und Liebe, während ich sie in meinem Arm halte und ihr die Flasche gebe.

Im Bild 1 zu sehen: @Philips Avent Shoppen naturnah [Werbung durch Zeigen der Marke #selbstgekauft] / Im Bild 2 zu sehen: Milchpumpe @Philips Avent [Werbung durch Zeigen der Marke #selbstgekauft] / Im Bild 3 zu sehen: Milchpulver @Aptamil Pre [Werbung durch Zeigen der Marke #selbstgekauft]

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