Tropennacht mit Baby

Tropennacht mit Baby
Tropennacht mit Baby, Juli 2019

Es ist 22 Uhr und 30 Grad. Nein, wir verbringen weder wunderschöne Ferien auf den Malediven, noch ein paar freie Tage irgendwo am Mittelmeer. Dort würde es zumindest Abends etwas abkühlen. Wir verbringen die Nacht zu Hause in Basel. Die Wetterapp zeigt 30 Grad und in grossen, roten Buchstaben die Warnung: extreme Hitzewelle, grosse Gefahr.

Viele Erwachsene haben bei dieser Hitze bereits Probleme mit dem Kreislauf. Kaum vorstellbar, wie es für ein Baby sein muss, welches seine Körpertemperatur noch nicht selber regulieren kann. 

Wir sind nass geschwitzt, wissen kaum, welche Position die angenehmste ist. An körperliche Nähe ist nicht zu denken… nur: da ist ein kleines Baby, gerade einmal 9 Monate alt, das zur Zeit am liebsten im Tragegurt einschläft. Wir erfüllen Adrienne diesen Wunsch. Zurück bleiben zwei nasse Menschen: Adrienne und der Träger – welcher abwechslungsweise die Mama und der Papa ist. 

Nach ihrem Gute-Nacht-Shoppen (ja, wir erinnern uns gerade sehnsüchtig an die Zeit zurück, als sie bei diesem Shoppen gemütlich einnickte –> siehe Artikel „Das Geheimnis eines schlafenden Babys“) ziehen wir uns also den Tragegurt an, setzen die Kleine hinein und gehen raus an die frische Luft. Wer allerdings schon einmal bei dieser Hitze durch die Strassen einer Stadt spazierte weiss, mit frischer Luft hat dies nicht viel gemein. Die Luft staut sich zwischen den Häusern und es ist schwül. Unglaublich schwül. Adrienne windet sich. Einmal, zweimal. Die gemütliche Bewegung beim Laufen und Mami und Papi, die Abend für Abend plaudernd durch die Strassen spazieren, wirken Wunder. Keine 10 Minuten später ist die Kleine eingeschlafen. Also nichts wie zurück in die Wohnung. Bald gibt es Feierabend!

Kurze Zeit später liegt Adrienne schlafend in ihrem Bett. Der erste Punkt wäre somit abgehakt. Punkt zwei beschäftigt uns aber zur Zeit immer wieder: Ist sie mit ihrem kurzen Baumwollbody und der rosaroten Pyjamahose zu warm angezogen? Den Schlafsack haben wir schon längst weit hinten im Schrank verräumt. Und: ist auch wirklich nicht zu viel Durchzug in der Wohnung? Alle Fenster sind geöffnet. Wind spüren wir aber (leider) keinen. Jetzt noch nicht. Die Hoffnung besteht aber, dass in ein paar Stunden ein kleiner Windstoss kommt, oder die Temperatur etwas abfällt. 

Bevor wir selber zu Bett gehen überprüfe ich kurz Adriennes Temperatur. Dies kann mit einem einfachen Griff in den Nacken festgestellt werden. Sie schwitzt leicht, weshalb ich ihr noch mit einem feuchten, lauwarmen Waschlappen über die Haare fahre. Es sollte einen kühlenden Effekt geben, wenn das Wasser verdunstet.

In Gedanken gehe ich nochmals durch, ob ich für den kommenden Morgen genug abgekochtes Wasser bereit gestellt habe. In dieser Hitze gibt es schliesslich fast nichts wichtigeres, als Adrienne immer wieder genug Wasser zum Trinken anzubieten.

Nach einem prüfenden Blick auf die Kleine löschen wir das Licht und hoffen, dass es morgen ein klein wenig kühler wird.

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